Schulentwicklung, Neue Unterrichtsformen, Modus 21

 

Eine starke Elternvertretung ist zurzeit besonders wichtig für die Begleitung und Unterstützung der Reformbestrebungen an unserem Gymnasium. Der vor einigen Jahren begonnene Schulentwicklungsprozess „Neue Unterrichtsformen“ hat schafft neue Herausforderungen für SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern. Noch mehr zu diesem Thema finden Sie hier www.khg.net/unterricht/nufo.htm .

Als besondere Chance sehen wir die Teilnahme unseres Gymnasiums (als eines von 8 Gymnasien in Bayern) am Schulversuch „Modus 21, Schule in Verantwortung“. Noch mehr zu diesem Thema finden Sie hier www.khg.net/unterricht/modus21.htm .

Dieses Projekt eröffnet dem KHG eine ganz neue Gestaltungsfreiheit in Unterricht und Schule und zielt auf eine Verbesserung der Schulqualität ab. Erreichen wollen wir das vor allem mit einem „Mehr an Selbstständigkeit“. Die teilnehmenden Schulen können in vier unterschiedlichen Arbeitsfeldern neue Strategien ausprobieren. Der wichtigste Bereich ist die Unterrichtsgestaltung. Hinzu kommen größere Freiheiten in Sachen Budgetverwaltung und Personalplanung. Auch die Pflege inner- und außerschulischer Partnerschaften soll im Rahmen von „Modus 21“ intensiv gefördert werden. Für den Versuch wurden Schulen ausgewählt, die sich bereits durch ein hohes Maß an Innovationswillen ausgezeichnet haben. Vor allem von der Lehrerschaft fordert ein solcher Versuch viel Einsatz und Engagement. An allen diesen Schulen haben sämtliche Beteiligte, Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen und Gemeinden das Projekt mit großer Geschlossenheit begrüßt. Wir sind zuversichtlich, dass dieses zu einer positiven Entwicklung unserer Schule im Sinne von mehr Selbst-Ständigkeit und Selbst-Tätigkeit aller führen wird (siehe auch Stiftung Bildungspakt Bayern).

Ein besonderer Aspekt ist die Kooperation des KHG mit der Grund- und Hauptschule Lochham. Jeweils eine 5. Klasse unseres Gymnasiums und der benachbarten Hauptschule erleben gemeinsam Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik, tauschen sich aus, helfen und ergänzen sich. In Deutsch beispielsweise haben sich beide Klassen intensiv mit der Lektüre von „Lippels Traum“ beschäftigt und diese dann gemeinsam in einem viel beachteten Theaterstück im Gräfelfinger Bürgerhaus aufgeführt. Auch im Fach Mathematik gibt es eine sehr positive Zusammenarbeit der Lehrer und Schüler beider klassen.

Der zweite große Aspekt des MODUS 21 Projektes ist die Gestaltung des Unterrichtes nach modernen pädagogischen Gesichtspunkten. So soll im KHG nach dem Wunsch der Fachschaften mehr Wert auf die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen gelegt werden, Schulaufgaben in anderer Form abgehalten werden, in den modernen Fremdsprachen eine stärkere Gewichtung von mündlichen Leistungen etc. Der Forderung, den 45-Minutentakt aufzuheben, um Raum für mehrtätige Projekte oder Epochenunterricht zu schaffen, stehen im Moment noch ungelöste organisatorische und räumliche Probleme im Weg.

Auch dem großen Bedürfnis von uns allen nach kleinen Klassen steht die seit dem Schuljahr 2000/2001 durch die Bayerische Staatsregierung eingeführte Budgetierung entgegen. Die „Budgetierung“ ist eine Berechnung des Lehrerstundenaufkommens in direkter Abhängigkeit von der Schülerzahl der gesamten Schule. Somit verfügt die Schule nur bei maximaler Klassenstärke über ausreichend Lehrerstunden, um über den „Standardunterricht“ hinaus zusätzliche Wahlmöglichkeiten anbieten zu können, die einen wichtigen Bestandteil des Schulprofils darstellen. Um unseren Protest gegen dieses schüler-, lehrer- und elternfeindliche System auszudrücken, brauchen wir auch im nächsten Schuljahr Ihre Unterstützung.